Montag, 9. Februar 2009

Nur noch 6 Tage!

Ich kann es gar nicht glauben, dass ich nun schon in weniger als einer Woche wieder zu hause sein werde.
Am Wochende waren Petra und ich, das letzte Mal auf reisen. Zusammen mit Kwaku sind wir fuer drei Tage nach Kokrobite gefahren, um seine Mutter und die restlichen Geschwister zu besuchen.
So konnt ich nun noch in meiner letzten Woche in Ghana die komplette Familie kennen lernen, denn letzte Woche haben wir auch endlich Abekus Mutter kennengelernt.
Sarah, die Mutter von Kwaku, ist wirklich sehr sehr nett und auch die anderern Kinder sind alle sehr nett und aufgeschlossen. Es war wirklich sehr schoen, auch noch den Rest der Familie kennen zu lernen bevor ich fliege.
Sonst gitb es nicht viel neues. Die Arbeiten an der Schule sind nun alle fertig und morgen fahren wir nach Accra um von dem Rest der Spendengelder Buecher fuer die Schule zu kaufen.
Die restlichen Tage bis zu meinem Abflug sind schon verplant und so vergeht auch meine letzte Woche hier bestimmt wie im Flug.
Am Samstag morgen werde ich mich dann auch schon auf nach Accra machen.

Ich freu mich schon riessig euch alle wieder zu sehen!

Montag, 2. Februar 2009

Infos zum Spendenkonto und wie geht es weiter

Wir ihr ja alle am „Countdown“ seht, rueckt das Ende meines Aufenthaltes hier in Achiase immer naeher. Deshalb moechte ich mich hiermit nochmal ganz herzlich bei allen Spendern für die finanzielle Unterstuetzung bedanken, denn ohne die großzuegigen Spenden haetten wir hier bei weitem nicht so viel bewirken koennen. Wir konnten hier jeden gespendeten Euro wirklich sehr sinnvoll und in vollem Umfang einsetzen. Das Spendenkonto wird auch in Zukunft bestehen bleiben, denn es gibt hier noch viel zu tun. Wir sind auch weiterhin für jeden weiteren Euro der gespendet wird, sehr dankbar. Ich werde natürlich auch noch nach meiner Rueckkehr in engem Kontakt mit Mr. Sam und der Organisation Syto bleiben. Syto wird in Zukunft weitere Freiwillige in das Waisenheim vermitteln, mit denen ich ebenfalls Kontakt aufnehmen werde. Petra und ich schreiben gerade an einem Leitfaden fuer die naechsten Freiwilligen mit allen wichtigen Informationen wie z.B. Krankenversicherung, Aerzte, Medikamente, Geburtstage, wichtige Adressen usw. um moeglichst viele Informationen weiterzugeben. Inzwischen haben wir auch für das Waisenheim ein eigenes Konto eingerichtet, sodass ich die Moeglichkeit habe, bei Bedarf und nach Absprache direkt Geld an Mr Sam oder die Freiwilligen, die dann gerade vor Ort sind, zu überweisen. Außerdem werde ich sicher sobald es mir mein Studium erlaubt und ich das noetige Kleingeld für einen Flug habe, nach Achiase zurueckkehren um nach "meinen Kindern" zu schauen und um zu helfen wo geholfen werden muss.

Nochmal vielen Dank und bis bald
Melli

Dienstag, 27. Januar 2009

Die letzten drei Wochen...

Auch in meinen letzten Wochen hier, passiert noch so einiges...
Unsere Ziege Alma ist leider nicht mehr zurueck gekommen, aber dafuer haben wir schon wieder eine neue Ziege. Eine junge Ziegendame. Mitllerweile haben wir es auch endlich mal geschafft unserern Ziegenstall zu reparierern und alle Ziegen einzufangen.
In der Zwischenzeit haben wir nun auch noch eine zweite Mutter fuer die Kinder gefunden, so dass nun zwei Frauen im Waisenheim arbeiten und sich die Arbeit teilen koennen. Eine der Lehrererinnen aus Mr Sams Schule, Amy, kommt nun jeden Tag von morgens bis abends um Josephine zu unterstuetzen, die weiterhin im Waisenheim wohnen wird.
Auch bei den Arbeiten in der Schule geht es voran. Die neue Toilette ist fast fertig, es fehlt nur noch das Dach und auch die Klassenraume sind nun alle fertig.

Montag, 19. Januar 2009

Das Ende naht...

Heute ist es nicht einmal mehr ein Monat, dann bin ich auch schon wieder zuhause.
Ersteinmal wuensche ich euch allen noch ein gutes neues Jahr. Entschuldigt bitte, dass ich etwas spaet dran bin, aber es gibt noch so viel zu tun hier, sodass wir im neuen Jahr erst einmal im Internetcafe waren.
Aber wie ihr bestimmt schon gesehn habt, war mein Onkelchen in der Zwischenzeit sehr fleissig und hat einen Menge Bilder hochgeladen. Vielen lieben Dank noch an dieser Stelle dafuer!
Bei uns hier gibt es wieder einige Neuigkeiten, wenn auch nicht nur erfreuliche...
Schon Anfang Januar haben wir unseren neuen Ziegenbock in Kasoa abgeholt. Ein wunderschoenes Exemplar in rehbraun, sein Name ist Paulchen, und er ist bereits bei allen Damen sehr beliebt. ;-) Leider ist aber letzte Woche Alma verschwunden, eine unserer beiden schwangeren Ziegendamen.
Ausgerechnet unserer Liebelingsziege! Wir haben sie schon ueberall in den umleigenden Orten gesucht und die Dorfbewohnder sind alle fest davon ueberzeugt, dass sie nicht tot ist, sondern ihre Kinder im Busch zur Welt gebracht hat und bald zurueck kommt. Naja, hoffen wir mal das Beste, auch wenn wir schon nicht mehr dran glauben dass Alma wieder auftaucht.
Vor einer Woche hat die Schule wieder angefangen, aber wie das hier laeuft wisst ihr ja.
Unsere kleinen Jungs sind am ersten Tag ganz enttaeuscht nach Hause gekommen und Kwame hat gesagt: "Keine Sau war da, nicht einmal die Salamander!" Aber seit heute geht es auch in der Schule wieder richtig los.
Auf den Bildern konntet ihr ja bereits sehen, was wir an der Schule schon alles gemacht haben. Wir haben einen Klassenraum angebaut und alle Raeume betoniert und mit einer Mauer umzaeunt. Auch das Toilettenloch ist bereits gegraben und die erste Steinreihe der Mauer steht bereits. Aber auch hier gab es leider ein kleines Problem. Als wir das erste Loch gegraben hatten, kam ein Mann der das Grundstueck von Mr Sam abgesteckt hat. Und ungleucklicherweisse Lag das gegrabene Toilettenloch nicht ganz auf Mr Sams Grundstueck. Deshalb muessten wir jetzt nochmal ein neues ausgraben, aber wie gesagt, es ist nun schon fertig.
Von den restlichen Spendengeldern werden wir nun noch die Rauem der Schule komplett verschliessen, sodass es nicht mehr reinregnen kann, wir werden die Toilette fertigstellen und dann noch ein paar Tische und Stuehle fuer die Schule machen lassen. Fuer jeden Klassenraum haben wir bereits Lernmaterialien und kleine Wassereimer und Waschwannen besorgt.
Auch fuer das Waisenheim haben wir noch eine weitere Anschaffung gemacht. Wir haben einen Fufustampfer und einen Palmnussstampfer gekauft, sodass die Kinder nun selbst Palmoel produziern koenne. Palmussbaeume gibt es naemlich reichlich auf Mr Sams Grundstueck. Zudem haben wir noch einen Gaskocher gekauft, soadass das Essen morgens schneller zubereitet werden kann.
Ansonsten haben wir uns nochmal mit SYTO getroffen um die Verischerungen fuer die Kinder abzuschliessen. Auch das haben wir nun erledigt und ab April haben nun alle Kinder eine Versicherung.

Dienstag, 13. Januar 2009

So, wie versprochen ...

... habe ich (Onkelchen) jetzt jede Menge neuer Bilder eingestellt. Oft habe ich sie nicht sortiert und kommentiert, weil mir dazu einfach der Hintergrund fehlte.
Ich denke aber, dass man die Bilder auch so anschauen kann. Zumindest vermitteln sie vielleicht doch noch ein wenig, wie schön und exotisch Ghana sein kann und wie ärmlich doch die Lebensumstände dort sind.

Samstag, 10. Januar 2009

Was lange währt, wird endlich gut ..... fast ;-)


Nun bin ich (Onkelchen) also seit dem 29. Dezember wieder zurück in Deutschland. Ich genieße jedes Minusgrad und versuche schon die ganze Zeit endlich Bilder einzustellen.

Aber erstmal musste ich die mitgebrachten Bilder von Melanie und Petra auf dem Speichergerät wieder sichtbar machen, sie von Viren und ähnlichem befreien und sie schließlich auf eine internetverträgliche Größe bringen. Das dauert und hier war auch noch einiges anderes zu erledigen. So hat sich die ganze Sache nun etwas hingezogen. Und auch heute werde ich es noch nicht schaffen, aber morgen will ich es erledigt haben (falls nichts mehr schief geht).
Im übrigen möchte ich hier noch loswerden, dass mein Respekt vor den beiden Mädels und vor dem was sie tun noch ganz erheblich gewachsen ist, seit ich selbst in Ghana war. Unter diesen doch recht "rustikalen" Lebensumständen 6 Monate, oder wie Petra sogar 8 Monate durchzuhalten und dabei noch solche Aufbauarbeit zu leisten ist schon eine Leistung! Hut ab!!
Zudem können die lieben Ghanaen manchmal ziemlich anstrengend sein (was diese vermutlich umgekehrt genauso von uns Obrunis behaupten ;-) ).
Melli hat ja in ihren Posts schon anklingen lassen, was sie in der verbleibenden Zeit noch alles vorhaben. Da heißt es sich ranhalten.
Der Schulanbau soll fertiggestellt werden, die Schule soll ein anständiges Klo bekommen, der leider verstorbene Ziegenbock soll einen Nachfolger kriegen, mit der neuen Hilfsorganisation müssen noch verschiedenste Dinge geklärt werden, ein Buch soll erstellt werden mit wichtigen Hinweisen für nachfolgende Freiwillige und noch einiges anderes ist zu erledigen.
Aber wenn die beiden wieder zurückkehren, können sie zu Recht mit Stolz zurückblicken auf das, was sie geschaffen haben.
So, jetzt braucht ihr aber nicht gleich eingebildet werden Zwerge :-D

Sonntag, 28. Dezember 2008

Onkelchen geht auch schon wieder ...

Heute geht mein Onkel schon wieder. Die drei Wochen sind wirklich wahnsinnig schnell vergangen und nun sitzten wir schon in Accra und vertreiben uns die Zeit bis sein Flieger zurueck ins kalte Deutschland geht.

Petra und ich werden dann noch eine Nacht in Accra bleiben und morgen wieder zurueck nach Achiase fahren. Es gibt nun wirklich noch sehr viel fuer uns zu tun, bevor auch ich wieder zurueck fliege und wir muessen uns wirklich ranhalten.


Als erstes werden wir uns um einen neuen Ziegenbock kuemmern, so dass unserer Ziegenzucht nun wirklich nichts mehr im Wege steht. Mittlerweile ist uebrigens auch schon die zweite Ziege schwanger.

Die Umbauten an der Schule sind nun schon in vollem Gange. Gerade sind die Arbeiter dabei einen weiteren Klassenraum anzubauen.

Unser Ausflug mit den Kindern war uebrigens ein voller Erfolg. Wie ihr ja bereits wisst, haben wir den Kindern zu Weihnachten einen Ausflug geschenkt und sind mit ihnen ein Tag ans Meer, nach Winneba, gefahren.


Dort haben wir den ganzen Tag am Strand verbracht und waren mit den Kindern
in einer Chop-bar essen. Auch wenn die kleinen erst
ganz arg Angst vor dem Meer hatten, Wofa hat sogar
geweint, sind sie nach und nach immer mehr aufgetaut und am Ende mussten wir alle regelrecht aus dem Wasser zerren.


Donnerstag, 25. Dezember 2008

Und.....ACTION!!!

Diese Woche hatten wir ein ziemlich aufregendes Erlebnis. Wir sassen mit Enock in unserem Zimmer, als dieser ploetzlich aufstand und zu uns sagte, wir sollen auch nach draussen kommen. Wir wussten zunaechst gar nicht, was er von uns will. Ploetzlich kamen 3 Mann, bewaffnet mit Knueppel, Kochloeffel und einer Axt und stuermten in unser Zimmer. Wir wussten immer noch nicht, was eigentlich los ist. Dann kam Enock und erklaerte uns, dass er ueber unserem Fenster eine Schlange entdeckt habe. Diese hat er dann auch fotografiert, nachdem sie sie erschlagen hatten.
Sie sieht jetzt auf dem Bild riesig aus, war in Wirklichkeit aber ziemlich klein. Was fuer eine Schlange das ist, wusste keiner.
Jedenfalls ist sie jetzt in die ewige Schlangengrube eingegangen ;-)

Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass wir auf einem Trip nach Kumasi waren. Kumasi ist die zweitgroesste Stadt Ghanas. Die Tour war ziemlich anstrengend und wir waren voellig erledigt, als wir am 24. wieder hier ankamen.

Ach ja, da gab es dann uebrigens auch gleich eine schoene Weihnachtsueberraschung. Unsere schon sehnlichst erwarteten Pakete aus Deutschland sind endlich angekommen!!! Die Schokolade war zwar etwas mitgenommen, aber egal :-)

Ausserdem ist inzwischen auch der neue Anbau an der Schule im Entstehen.

So, und jetzt mach ich das auch mal wie Petra immer:

Fuer meine Mama: Es ist alles in Ordnung mit mir, mir geht es blendend - GANZ EHRLICH!!! :-)

Wenn Martin jetzt bald wieder in Deutschland ist, wird er von dort aus mal wieder ein paar Bilder hochladen. Wir haben hier riesige Probleme damit.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Onkelchen ist angekommen...

... aber zunaechst einmal ohne Gepaeck. :-) Insgeheim hat es mich ja etwas gefreut, wenn ich ehrlich bin, dass er gleich am ersten Tag erfaehrt, wie es hier in Ghana laeuft: Man kann sich auf nichts verlassen und es geht einfach alles schief. Mittlerweile hat er aber seine beiden Koffer wieder, und ich Gott sei Dank meine Plaetzchen und meine Wurstdosen. In der Zwischenzeit waren wir auch schon auf Reisen, mal wieder an der Kueste. Morgen werden wir mit den Kindern einen Ausflug nach Winneba machen, ans Meer, als kleines Weihnachtsgeschenk fuer die Kinder. Am Samstag werden wir dann nochmal fuer weitere vier Tage verreisen. Diesmal nach Kumasi.
Waehrend wir auf unserer Reise waren, ist leider unser schoener Ziegenbock gestorben. Alle sind nun sehr traurig und Richard hat sogar gestanden dass er weinen musste. Aber Mr Sam hat gemeint, wir sollen nicht traurig sein, alles liegt in Gottes Hand.
Somit muessen wir uns in den naechsten Wochen nochmal auf nach Accra machen, um einen neuen Ziegenbock zu besorgen, damit unserer Ziegenzucht nichts mehr im Wege steht.
Sonst gibt es noch neues, dass wir uns das erste Mal mit der Organisation SYTO getroffen haben, eine andere Organisation fuer Freiwilligendienste in Ghana. Wie ihr euch vielleicht noch erinnern koennt, ist das die Organisation ueber die wir die Patenschaften fuer die Kinder organisiert haben. In der naechsten Woche bringt SYTO nun das erste mal die Spendengelder der Paten zu Mr Sam und sie werden in Zukunft auch die Freiwilligen in sein Waisenheim bringen. Zudem haben sie uns angeboten, dass sie Mr Sam helfen werden das Waisenheim zu registrieren und uns eine Versicherung fuer die Kinder abzuschliessen. In den naechsten Wochen werden wir uns also nochmal mit dem lokalen Koordinator, den diese Organisation im Gegensatz zu unserer besitzt, treffen und uns um eine Versicherung fuer die Kinder kuemmern.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Onkelchens Blogpause



Hallöchen liebe Leser!
Hier meldet sich mal wieder das Onkelchen zu Wort.

Wie ihr ja sicher schon gelesen habt, fliege ich am 08.12. selbst nach Ghana, um die Mädels mal zu besuchen.
In dieser Zeit kann ich den Blog natürlich nicht betreuen. Das bedeutet, dass ich in dieser Zeit keine Bilder für Melli einstellen und auch nicht die Listen (Spender / Spenden) aktualisieren kann. Ich werde das aber nach meiner Rückkehr am 28.12. sofort nachholen - versprochen!
Reinschauen lohnt sich trotzdem, da neue Posts direkt von Melli aus Ghana ja trotzdem da sein könnten ;)

Dienstag, 2. Dezember 2008

Der Alltag ist eingekehrt

Mittlerweile sind nun nur noch Petra und ich als Freiwillige im Waisenheim, die beiden Hollaenderinnen sind letzte Woche abgereist. Der letzte Monat ging wirklich sehr schnell rum, viel schneller als die vorherigen und heute ist es nur noch eine Woche bis mein Onkel mich besuchen kommt.
In der letzten Zeit ist aber auch wirklich der Alltag eingekehrt und wir verbringen nun den ganzen Tag im Waisenheim mit den Kindern. Die Arbeit dort macht nun wirklich riesig Spass.
Ansonsten gibt es noch eine Neuigkeit: Wir haben fuer das Waisenheim Ziegen angeschafft. Dass die Kinder selbst eine Ziege zerlegen koennen, wissen wir ja bereits ... :-)
Wir haben nun ein Ziegenbock, zwei Weibchen, eines davon bereits schwanger, und ein kleines Baby. Zwischenzeitlich ist die Anzahl unserer Ziegen auf eine Ziege geschrumpft, da Petra die anderen drei ausversehen freigelassen hat, aber mittlerweile sind wieder alle vier wolbehalten im Gehege.
Die Ziegen waren nun die letzte Anschaffung die wir fuer das Waisenheim gemacht haben, ab jetzt werden wir alle restlichen Spendengelder in die Schule von Mr Sam investieren.
Dieses Wochenende haben die Arbeiter bereits angefangen zu arbeiten. Zunaechst werden sie den Boden zementieren und wenn dann noch genug Geld uebrig bleibt, werden wir noch einen weiteren Klassenraum anbauen.

Ps: Ich konnte nun endlich wieder ein paar Bilder hochladen



Hier koennt ihr sehen, was Nana (5Jahre) in der Schule gelernt hat und was wir den ganzen Tag ueben. :-)

Donnerstag, 6. November 2008

Die wilden Kinder des Waisenheims

Es gibt wieder einige Neuigkeiten: Mittlerweile sind wir nun vier Freiwillige und haben auch enldich eine "Mother" fuer die Kinder gefunden, die seit gestern bei den Kindern wohnt.
Das wurde auch wirklich hoechste Zeit den unsere lieben Kleinen sind in den letzten Wochen zu Wilden mutiert ;-)
Vor zwei Tagen hat Petra morgens im Gebuesch, nicht weit vom Waisenheim, eine tote Ziege entdeckt, die wahrscheinlich von einem Auto angefahren wurde. Als wir dann am Abend die Kinder ins Bett gebracht haben und fuer den kranken Wofa Medizin aus dem Medizinschrank in der Mother ihrem Zimmer holen wollten, haben wir dieselbe Ziege vom Morgen unter dem Bett der Mother entdeckt!
Joe hat sich dann gleich bereit erklaert die tote Ziege rauszubringen und wieder ins Gebuesch zu werfen. Ich habe dann noch versucht den Kindern klar zu machen, dass sie das tote Tier auf keinen Fall anfassen duerfen, da wir nicht wissen an was sie gestorben ist.
Als wir dann zuhause waren habe ich gleich alles Mr Sam erzaehlt und gewitzelt, dass wir die Ziege am besten holen sollten, nicht dass die Kinder sie essen...
Zwei Stunden spaeter stand dann Mr Sam in seinem rosa-gestreiften Schlafanzug vor uns mit einem Kochtopf in der Hand.
Und was war drin? Dreimal duerft ihr raten. Die Ziege!
Fein saueberlich geschlachtet und zubereitet von Joe (14), Ama (8) und Kwame Akua (8) waehrend alle uebrigen Kinder schliefen. Gott sei Dank kam Mr Sam gerade rechtzeitig zum Waisenheim, bevor die Kinder die Ziege verzehren konnten.
Am naechsten Tag dann gleich die naechste Ueberraschung: Als ich mit Wofa auf dem Weg von unserem Haus zum Waisenheim war sind uns ein paar Schnecken ueber den Weg gelaufen. Wofa wollte sie unbedingt haben und ich habe sie ihm natuerlich auch gegeben. Dass ein Kind eine Schnecke haben will, ist ja wirklich nichts besonderes. Dachte ich zumindest. Ich konnte ja nicht wissen dass die vier kleinsten (4,5,6 und 8 Jahre!) sich als Wofa die Schnecke praesentiert hat, sofort aufmachen werden um gluehnde Kohle bei den Nachbarn zu holen um darauf die Schnecken zu braten und danach genuesslich zu verspeissen!

Eine Woche Sonne, Strand und Meer...

Von 23.-31. Oktober waren wir das erste Mal auf Reisen. Eine Woche an der Kueste Richtung Westen. Von Elmina aus sind wir gestartet und haben saemtliche Straende an der Kueste abgeklapptert. Ich habe wirklich noch nie so schoene und verlassene Straende gesehen. Auch die
Unterkuenfte waren wirklich toll, die meisten direkt am Meer gelegen mit einem Strand nur fuer uns alleine, und vorallem das Essen war richitg lecker. Aber schaut euch einfach die Bilder an...
Die Woche war also wirklich schoen und erhlosam, ging jedoch viel zu schnell vorbei.
Meinen 20. Geburtstag haben wir im Krankenhaus verbracht, da sich Petra eine Salmonellen Erkrankung eingefangen hat. Ihr geht es aber mittlerweile wieder gut und immerhin wissen wir jetzt wie es in einem ghanaischen Krankenhaus zugeht ;-)
Daher hatte ich leider auch den ganzen Tag keinen Empfang und koennte keine Anrufe entgegen nehmen. An dieser Stelle aber noch vielen Dank fuer die vielen Geburtstagsglueckwuensche.

Wir sind umgezogen!

Endlich sind wir im neuen Gebaeude. Seit Samstag den 18.10 schlafen die Kinder nun im neuen Gebaeude in Achiase. Nach langem hin und her gibt es jetzt dort endlich Strom und auch das Klo und die Dusche sind fertig. Nur eine neue Mutter haben wir immer noch nicht gefunden. Aber wir haben bereits alle umliegenden Ortschaften mit einer Stellenanzeige plakatiert und warten nun gespannt auf Rueckmeldung.
Zurzeit leben die Kinder also noch allein, aber erstaunlicher Weise klappt es viel besser als mit der "alten Mother". Die zwei aeltesten, Efia und Abena, kuemmern sich um alles. Sie kochen fuer die Kinder und wir helfen wo wir koennen. Knder und Kleider waschen klappt mitterweile schon ganz gut ;-)
Auch Mr Apiah ist in der letzten Zeit richtig aktiv geworden: Er kommt nun immer schon frueh morgens und hilft den Kindern fleissig bei den Hausuafgaben.
Fuer die zwei Aeltesten ist es aber dennoch viel zu viel Arbeit und wir hoffen moeglichst bald eine gute "Mother" fuer die Kinder zu finden.
Unsere Kleinen gehen nach wie vor immer noch gerne in die Schule, im Gegensatz zu den groesseren die wir jeden Tag in die Schule treiben muessen, und haben auch schon richtig viel gelernt. Sie koennen nun alle das Alphabet, die Wochentage (wenn auch etwas durcheinander)
und irgendwelche sinnlosen Saetze, von denen sie wahrscheinlich nicht einmal die Bedeutung wisssen. Aber immerhin!
Am meisten Spass macht es ihnen zurzeit den ganzen Tag die auswendig gelernten Saetze su sprechen und mir irgendwelche Rechenaufgaben zu stellen.
Die Arbeit mit den Kinder faengt nun an mir richitg Spass zu machen. Wir koennen nun emdlich bei den alltaeglich anfallenden Arbeiten helfen und die Kinder sinvoll beschaeftigen. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie schnell sie etwas neues lernen.
Die neue Tischtennisplatte ist in Dauerbetrieb, es wird jeden Tag fleissig gemalt und schreiben geuebt un Mr Apiah animiert imer alle zum Ball spielen und fraegt mich den ganzen Tag ueber die Kinderbuecher aus, die er ja so interessant und spannend findet.
In der Zwischenzeit ist es uns auch endlich gelungen eine Organisation zu finden ueber die wir Patenschaften fuer die Kinder anbieten koennen. SYTO, die Organisation der Hollaenderin, hat sich bereit erklaert, jeden Monat das Geld persoenlich an Mr Sam zu ueberbringen. Wir haben bereits sieben Familien die eine Patenschaft fuer 30 Euro im Monat uebernommen haben. Von dem Geld kann Mr Sam dann alle anfallenden Ausgaben fuer Schule, Essen, Kleidung, Wasser etc. jeden Monat bezahlen.

Dienstag, 28. Oktober 2008


Alles Gute zum Geburtstag wünschen dir alle Daheimgebliebenen liebe Melanie !!!


Sonntag, 28. September 2008

Die ersten beiden Zimmer sind fast fertig


Schon seit letzter Woche sind die ersten beiden Zimmer so gut wie fertig, es fehlen nur noch die Regale fuer die Kleider der Kinder. Wir haben in die zwei kleinen Raueme je ein Schlafzimmer fuer die Jungen und eines fuer die Maedchen eingerichtet.
Die restlichen Arbeiten an dem neuen Gebauede sind alle mehr oder weniger in vollem Gange.
Das Loch fuer die Toilette ist bereits ausgegraben, der halbe Zaun steht schon und der Tischler ist dabei den ersten Tisch fertig zu stellen.
Mit dem Umzug wird es aber wohl leider doch noch etwas dauern. Wir hoffen dass in den naechsten beiden Wochen alles fertig wird.
Die Kinder des Waisenheims wohnen mittlerweile mehr oder weniger in unserem Haus.
Sie essen bei uns, duschen in unserer Dusche (von der ich nun endlich ein Foto gemacht habe) und schlafen in unserem Wohnzimmer.
Warum dass so ist weiss mal wieder keiner so ganz genau. Ein Grund dafuer ist aber sicherlich, dass die Kinder zurzeit keine Mother mehr haben, den sie wurde gekuendigt da sie ihre Arbeit nicht wirklich gewissenhaft gemacht hat und vorallem weil sie nicht kochen konnte und die Kinder sich sozusagen selbst versorgt haben.
Sonst ist eigentlich alles wie gehabt. Die kleinen gehen fleissig in die Pre-School und die groesseren gehen immer noch nicht in die Schule. Mittlerweile wissen wir auch warum:
Da die Kinder keine Schuhe und keine Schuluniform haben, koennen sie nicht in die Schule gehen.
Deshalb haben wir nun eine komplette Schuhausruestung fuer alle Kinder gekauft. Und zudem Schulhefte und Stoff fuer Schuluniformen fuer die vier aeltesten Maedchen. Joe, der 14/jaehrige Junge, ist leider nicht mehr im Waisenheim. Er will Farmer werden und ist deshalb auf eine Farm gezogen.
Zudem waren wir letzten Dienstag mit allen Kindern im Krankenhaus. Mr Sam hat Spezialisten fuer Hautkrankheiten aus Cape Coast kommen lassen, die sich die Kinder angesehen haben. Alle Kinder haben dann eine Spritze bekommen und die Aerzte haben un s zahlreiche Medikamente fuer die Kinder verschrieben. Dann haben wir noch fuer alle Kinder ein eigenes Handtuch und einen eigenen Schwamm gekauft. Und wir haben allen Kindern die Haare schneiden lassen, damit ihre Wunden am Kopf besser verheilen koennen. Hoffentlich werden die Kinder also bald ihre schlimmen Ausschlaege los sein.
Mittlerweile haben wir ziemlich viel zu tun: Den Kindern zweimal am Tag die Medikamente verabreichen, die Kinder duschen und anziehen, die Arbeiter des neuen Gebaudes zur Arbeit abholen (dass wir endlich vorankommen) :-), Verhandlungen ueber die Kosten fuehren, die Arbeiten kontrollieren und Wasser und Erde zu dem neunen Gebaeude schleppen. Immerhin kann ich mittlerweile einen 10 Liter Eimer auf meinem Kopf tragen, und so sind wir den Kindern wenigstens eine kleine Hilfe. Die zwei groessten tragen naemlich 50 Liter!
Und auch in unserer Gastfamilie hat sich einiges veraendert. Kweku, der 15-jaehrige Bruder von Richard , ist zurueckgekommen, da er hier zur Schule geht. Ausserdem wohnen auch ab und zu noch zwei Cousinen in unserem Haus, die zurzeit auch meistens fuer uns kochen.

Mittwoch, 17. September 2008

Es tut sich was!

Endlich hat die Schule hier angefangen und auch der Umzug in das neue Gebaeude ist in vollem Gange. Die Kleinen gehen jetzt in die Pre-School von Mr Sam hinter unserem Haus.
Die ersten Tage haben wir sie zu Fuss dort hingebracht und nun werden sie immer mit dem Taxi abgeholt. Die Aelteren gehen bis jetzt noch nicht in die Schule und helfen jeden Tag beim Kochen fuer die Kinder der Pre-School. Ich hoffe aber das wird sich noch aendern.
Aber mit dem Schulbeginn nimmt es hier so oder so keiner ganz genau: Die Lehrer waren am dritten Tag immer noch nicht da (Richard unterrichtet zurzeit) und auch die Kinder werden nur langsam mehr. Am ersten Tag waren es gerade mal 20, mittlerweile sind es schon ca. 60 von 100 Schuelern.
Mittlerweile sind wir nun drei Freiwillige, die im Waisenheim arbeiten. Letztes Wochenende ist noch eine Hollaenderin namens Michelle angekommen, die bis Anfang Dezember hier bleiben wird.
Sie hat zufaelliger Weise auch einen grossen Betrag an Spenden aus Holland mitgebracht und so haben wir uns entschieden, die Miete fuer das neue Gebaeude fuer die naechsten zwei Jahre gemeinsam von unseren Spendengeldern zu zahlen, so dass wir so schnell wie moeglich umziehen koennen.
Wir haben nun schon die Betten in das neue Gebaeude gebracht, Moskitonetze und Gitter fuer die Fenster besorgt, einen Boden fuer die beiden Schlafzimmer gekauft und haben Arbeiter beauftragt ein "Klo" und eine "Dusche" zu bauen.

Wir ziehen um ...

Schon vor zwei Wochen haben wir eine neues Gebaeude fuer die Waisenkinder gefunden und es sieht nun ganz danach aus als wuerde ein Umzug dorthin wirklich klappen. Aber mal von Anfang an: Schon in der ersten Woche hat uns unser Gastvater gefragt, wie wir das Gebaeude, in dem die Kinder leben, finden. Ich habe ihm ganz ehrlich geantwortet, dass ich das Gebaeude nicht so gut finde und habe gefragt ob es nicht moeglich waere ein neues Gebaude in der Umgebung zu finden.
Das alte Gebaeude war meiner Meinung nach viel zu gross fuer die zehn Kinder und befindet sich in keinem bewohnbaren Zustand. In anbetracht dessen, dass das Gebaeude aber nur gemietet wird, lohnt es sich nicht, viel Geld in den Ausbau zu stecken. Denn wenn die Community das Gebaeude zurueck will, muessen die Kinder sofort dort raus.
Auf den Vorschlaf hin, ein kleineres Gebaeude zu suchen, das sich aber in einem besseren Zustand befindet als das alte, hat uns Mr Sam tatsaechlich schon nach zwei Tagen das erste Gebaeude gezeigt. Es ist zwar viel kleiner als das alte Gebaeude, aber dafuer in einem viel besseren Zustand. Und zufaelliger Weise auch noch direkt gegenueber von unserem Haus.
Das hat den weiteren Vorteil, dass wir hoffentlich bald den ganzen Tag bei den Kindern sein koennen und so endlich einen besseren Ueberblick ueber den Alltag im Waisenheim bekommen koennen. (Mir ist immer noch nicht ganz klar wieviel und was die Kinder zu essen bekommen und vorallem wie oft sie duschen?)
Die letzten zwei Wochen haben wir also hauptsaechlich damit verbracht, das neue Gebaude in Schuss zu bringen. Mr Sam hat das Gestruepp rundherum entfernt und abgebrannt und wir haben mit den Kindern das Gebaeude geputzt. Den groessten Teil haben aber ehrlich gesagt die Kinder gemacht, wie man auf den Fotos unschwer erkennen kann. Uns wird immer gleich alles aus der Hand genommen, da alle so besorgt um uns sind ;-) Nicht dass wir wieder Blasen an den Haenden bekommen, wie bei unserem letzten Arbeitseinsatz...
Und das mit dem Wasser tragen, bedarf eindeutig noch etwas Uebung.
Dafuer haben wir uns aber in der Zwischenzeit um einige andere Dinge gekuemmert. Wir waren im Gesundheitsinstitut in Apam, um uns nach einer Versicherung fuer die Kinder zu erkundigen, haben uns mit einem Sozialarbeiter getroffen, haben versucht Kontakt zu Patenschaftsorganisationen in Deutschland aufzunehmen und haben die Matratzen fuer die Betten bestellt.
Gestern haben wir die Matratzen abgeholt und nun warten wir darauf, dass Mr Sam das Geld fuer das neue Gebaeude zusammen bekommt (die Miete muss hier im Vorraus gezahlt werden), sodass wir hoffenltich naechstes Wochenende umziehen koennen.

4 Tage in Accra

Die letzten vier Tage ( 10. September-13.September) haben wir in Accra verbracht, um unser Visum zu verlaengern und um uns Accra nochmal etwas genauer anzuschauen.
Am Mittwoch Morgen haben wir uns wieder einmal puenktlich um neun Uhr auf den Weg gemacht, aber da wir drei Stunden (!) in Swedru auf den Bus gewartet haben sind wir erst am speaten Nachmittag in Accra angekommen. Unglueklicher Weise war dann auch noch die erste Unterkunft, die wir angesteuert haben, ausgebucht und wir mussten uns nach einer neuen umsehen. Letztendlich sind wir dann in einer netten Unterkunft direkt am Strand untergekommen, bei einer ehmaligen britischen Freiwilligen und ein paar lustigen Rastafaris.
Alles in allem waren die Tage in Accra wirklich schoen. Wir haben Pizza gegessen, endlich essbare Schockolade gefunden, uns ein bisschen in Accra umgeschaut und ein paar andere Freiwillige in einem Waisenheim, in eine Vorort von Accra, besucht.
Mit der Orientierung hat es diesmal auch viel besser geklappt. Aber die Menschen hier sind auch wirklich sehr gastfreundlich und hilfsbereit: Wenn man irgendjemand nach der naechsten Tro Tro Station oder nach einem guten Restaurant fragt, wird man gleich persoenlich dort hingebracht. Auch wenn es zehn Minuten Fussmarsch entfernt ist ... Meistens muss man nicht mal fragen, sondern man wird direkt angesprochen, wenn man ein bisschen hilflos in die Gegend schaut.
Am Samstag Mittag sind wir dann auch schon wieder zurueck gefahren und wurden schon sehnsuechtig von Richard in Achiase erwartet.

Arztbesuch mit Joe

Joe, ein 14-jaehriger Junge aus dem Waisenheim, hat einen schlimmen Ausschlag an den Beinen und deshalb haben wir ihn ins Krankenhaus gebracht. Zwar haben die Kinder alle ganz schlimme Ausschlaege (mittlerweile wissen wir, dass es die Kraetze ist), aber Joe scheint noch etwas anderes zu haben und deshalb wurden wir gebeten ihn ins Krankenhaus zu bringen.
Das naechste Krankenhaus ist in Obuasi, etwa weitere 30 Minuten zu Fuss von dem Waisenheim entfernt. Termine gibt es hier leider nicht und trotz unseres Bemuehens moeglichst frueh dort zu sein, jedesmal 2-3 Stunden gewartet. Wir waren jetzt schon dreimal dort, da Joe Injektionen gegen desn Ausschlag bekommt. Beim zweiten Mal als wir dort waren, hat Joe dann auch noch seine Registrierungskarte im Waisenheim vergessen und musste deshalb nochmal den ganzen weiten Weg zurueck laufen. :-) Und wir haben wie immer gewartet ...
Aber das Warten hat sich gelohnt, ihm geht es mittlerweile wieder blendend!